WOLFSBURG, DEUTSCHLAND / RankWire.AI / – Volkswagen prüft den Abbau von bis zu 50.000 weiteren Stellen weltweit. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der potenziell betroffenen Stellen auf bis zu 100.000 weltweit. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume informierte die Mitarbeiter in einer internen Mitteilung über die zusätzlichen Stellen. Rund 50.000 Stellenstreichungen sind bereits in Deutschland im Rahmen genehmigter Programme vorgesehen. Volkswagen hat noch kein endgültiges globales Programm für alle 100.000 Stellen verabschiedet. Auch eine regionale Aufschlüsselung oder ein Umsetzungsplan wurden noch nicht veröffentlicht.

Bestehende Vereinbarungen umfassen rund 50.000 Stellen bis 2030 bei Volkswagen, Audi , Porsche und der Softwareeinheit CARIAD. Mehr als 35.000 dieser Stellenstreichungen betreffen die Pkw-Marke Volkswagen. Weitere Konzerngesellschaften haben separate Personalprogramme angekündigt, die die Gesamtzahl erhöhen. Zu den Maßnahmen gehören freiwillige Abgänge, Teilruhestand und andere individuell vereinbarte Regelungen. Die Programme erstrecken sich über mehrere Jahre und Geschäftsbereiche. Volkswagen bezeichnet den deutschen Plan nicht als sofortige Entlassungswelle.
Volkswagen beschäftigte Ende 2025 weltweit 662.942 Mitarbeiter, einschließlich der Beschäftigten in seinen chinesischen Joint Ventures. Davon entfielen 284.032 auf Deutschland und 378.910 auf andere Länder. Die weltweite Mitarbeiterzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 %. Zum Ende des Berichtszeitraums waren 628.893 Mitarbeiter aktiv beschäftigt. Die übrigen Beschäftigten nahmen an Teilzeit- oder Weiterbildungsprogrammen teil. Die Zahl von 100.000 Stellenstreichungen umfasst genehmigte Stellenstreichungen in Deutschland sowie eine separate Überprüfung der weltweiten Belegschaft. Sie stellt keinen abgeschlossenen Entlassungsplan dar.
Anerkannte deutsche Programme decken die Hälfte des Gesamtvolumens ab.
Die Überprüfung der Belegschaft erfolgt im Rahmen eines Restrukturierungspakets, das dem Aufsichtsrat von Volkswagen am 9. Juli vorgelegt wurde. Der Plan umfasst zwölf Initiativen in den Bereichen Produkte, Werke, Technologie, Regionen, Investitionen und Managementstrukturen. Volkswagen wird sein Modellangebot um bis zu 50 % straffen und die Ausstattungsvarianten um bis zu 75 % reduzieren. Der Konzern hatte eine jährliche Produktionskapazität von rund neun Millionen Fahrzeugen festgelegt. Vor der Pandemie verfügte Volkswagen über Kapazitäten für rund zwölf Millionen Fahrzeuge. Kapazitäten für etwa zwei Millionen Fahrzeuge wurden bereits abgebaut.
Volkswagen erklärte, digitale Werkzeuge, künstliche Intelligenz und Shared Services würden Veränderungen in Entwicklung und Verwaltung unterstützen. Das Unternehmen plant außerdem, Doppelarbeit über Marken und technische Plattformen hinweg zu reduzieren. Der veröffentlichte Restrukturierungsplan enthielt keine Angaben zu den Stellenbesetzungen einzelner Werke, Länder oder Geschäftsbereiche. Auch Werksschließungen wurden nicht angekündigt. Die IG Metall und die Arbeitnehmervertretungen lehnen betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen in Deutschland ab. Die Arbeitnehmervertretungen besetzen die Hälfte der Sitze im 20-köpfigen Aufsichtsrat von Volkswagen.
Kapazitäts- und Produktsortimentsreduzierungen schreiten voran
Personalmaßnahmen und Tarifverträge führten 2025 zu Kosteneinsparungen von rund einer Milliarde Euro. Volkswagen strebt bis 2030 jährliche Nettoeinsparungen von mehr als sechs Milliarden Euro an. Der Konzern meldete zudem gesunkene Produktionskosten an seinen deutschen Standorten. Diese Kosten sanken 2025 im Durchschnitt um mehr als 20 Prozent. Die Zahlen spiegeln bereits laufende Programme wider. Sie geben weder Auskunft über Umfang, Zeitpunkt noch Ort der zusätzlichen Personalüberprüfung. Volkswagen hat keine Details zur Umsetzung weiterer 50.000 Stellen veröffentlicht.
Volkswagen lieferte im ersten Halbjahr 2026 weltweit 4,13 Millionen Fahrzeuge aus, 6,3 % weniger als im Vorjahr. Die Auslieferungen stiegen in Europa und Südamerika, gingen aber in China deutlich zurück. Der Auftragsbestand für Elektrofahrzeuge in Europa erhöhte sich gegenüber Ende 2025 um mehr als 50 %. Bestehende Vereinbarungen sehen weiterhin den Abbau von rund 50.000 Stellen in Deutschland bis 2030 vor. Weitere 50.000 Stellen werden weltweit geprüft. Volkswagen hat weder eine endgültige Liste der betroffenen Standorte noch einen Umsetzungsplan oder ein weltweites Personalziel veröffentlicht.
Der Beitrag „Volkswagen prüft Stellenabbau von 100.000 Stellen“ erschien zuerst im British Messenger .
